Normahl

normahl BandfotoDas Comeback der Punk-Giganten

NoRMAhl schlagen zurück: "Friede den Hütten - Krieg den Palästen", ihr erstes Studio-Album nach zehn Jahren, erscheint am 10. April 2015. 

Und ganz neu: Ab 28. Oktober 2016 auch auf Vinyl!

Unfassbare Polizeiwillkür, geradezu lachhafte Indizierungen (von mehr als 30-jährigen (!) Songs und eines Albens) im vorigen Jahr hat den Punkvierer aus Winnenden noch stärker zusammengeschweisst - und zu ihrem wohl stärksten musikalischen Manifest geführt. "Es ist mehr als nur eine Platte", sagt Sänger Lars Besa. Zwölf Songs – sechs eigene, sechs Bearbeitungen – sind zusammengefügt als raues gesellschaftspolitisches Statement zur Zeit. Und wenn es einen Beweis für das im Musikbusiness so oft stapazierte Wort "Kredibilität" gibt - hier ist er geführt: Ton für Ton, Zeile für Zeile. "Friede den Hütten..." ist kein Album fürs Nebenbeihören. Es fordert, es mahnt: zuzuhören. Ob bei den Eigentracks wie „Freiheit“, „Spaß“ oder „Sommer“ oder rauen Neubearbeitungen von eigentlich leisen Liedern wie "Narrenschiff" (Reinhard Mey), dem „Kapitallistenlied“ (Kreisler) oder „Es ist an der Zeit“ (Hannes Wader). Aufgenommen in den Atlantis Studios von James Herter, gemastert vom legendären "Samson", ist es schlicht: ein Meisterwerk des Punk. Provokant, prägnant, hart.

Ziemlich genau 35 Jahre nachdem sie ihr erstes Demo aufs Band eines Kassettenrekorders einprügelten, und als adoleszente Teenager ihren Frust heraus kotzten, krönen die Urgesteine des Deutschpunks ihre Platten-Karriere mit einem satten Linkschuss ins Herz aller konservativen Pegida-Verharmloser und dumpfer Rechtspopulisten. Rund ein Jahr haben die Jungs von der Punkstellen an diesem Album gearbeitet.  So lange wie nie zuvor -  und so inspririert wie selten. Konzentriert, konsequent und kompromisslos. 

Dabei müssen sich nichts mehr beweisen. Haben ihre Mitte gefunden. Wissen um ihre Stärke. Sind souverän und doch hungrig. Sie, die "First Mover" des Punk. NoRMAhl waren immer die ersten, richtig abgesahnt und kommerzialisiert haben stets andere. Na und ! Deshalb werden ihre Songs immer wieder neu entdeckt, gehen ihre Streaming Raten längst ins siebenstellige. 1978 galten NoRMAhl als die Wegbereiter des Deutschpunks; 1992 waren sie , die 1992 mit"Kein Hass im Wilden Süden" erste und ernste Mahner gegen Ausländerfeindlichkeit waren. Lange bevor es in Köln schick war,  Ärsche erheben zu lassen oder in Frankfurt die Plattenindustrie eine als "Rock gegen Rechts" getarnte Promotionparty schmiss, die wahren Helden gegen Hass aber ignorierte. Sie waren stets die Warner - und das auch lange vor den Anti-Pegida-Bewegungen. "Friede den Hütten - Krieg den Palästen", ist 2015 ist das richtige Motto in schwieriger Zeit.

Deshalb ist mit diesem Slogan auch auch die gleichzeitig erscheinende Werkschau betitelt:  „Die komplette Kollektion 1980 – 2015“ mit 15 CDs inkl. DVD mit abendfüllenden Spielfilm, EPK, bislang noch nie veröffentlichten Tondokumenten und einer kompletten Biografie. Jedes einzelne Exemplar unterschrieben. 500 Stück - als Dank an die Fanbase.  

Und wie groß diese noch immer ist, zeigt ein Beispiel vom vorigen Jahr. Nach dem Skandal um die Indizierung eines 31-jährigen NoRMAhl-Songs hatte eine Welle der Solidarität Deutschlands dienstälteste Punkband erfasst.  Fans gründeten  eine Facebooksite namens "Bullenschweine in die Charts" und hievten den Track,    zwischenzeitlich auf die Position 1 (!) der Amazon-Rock-Charts.   

Auch der deutsche Blätterwald rauschte angesichts dieser überflüssigen Aktion eines übereifrigen Staatsanwälts, der schliesslich in widerrechtlichen Hausdurchsuchungen bei den Bandmitgliedern mündete.  Ob STERN, Tagesspiegel oder Südwestpresse, sie alle berichteten.

Und nachdem die Polizeiaktion, nachträglich als „absolut rechtwidrig“ eingestuft wurde, kam drei Monate später prompt die Retourkutsche: Nur ein halbes Jahr später wurde neben „Bullenschweine“ noch drei weitere über 30 Jahre alte NoRMAhl- Songs indiziert, und damit das gesamte Album „Ein Volk steht hinter uns“. Somit landete ein Stück Zeitgeschichte auf dem Index. Armes Deutschland.

Aktuelles Album: „Friede den Hütten - Krieg den Palästen“   
Werkschau: „Friede den Hütten – Krieg den Palästen“ ( 15 CD-Box ), Limitiert Edition 

 

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Genre: Punk

Bandbesetzung:

Lars Besa (Gesang)
Manny Rutzen (Bass)
Mick Scheuerle (Gitarre)
Scobo Skobowsky (Schlagzeug)