KIYO

Pic%203.jpgSie singt von Aufbruch und Fernweh, Hagel und Sturm – so sensibel und melancholisch, dass es unter die Haut geht: Mit dem Album „Parting Lights" gibt Kiyo ihr musikalisches Debut. „Parting Lights" ist, kurz gesagt, ein Indiepop-Album mit Akustikelementen. Fernab von schnelllebigem Plastikpop, ist es ehrliche, handgemachte Musik, getragen von der einfühlsamen Stimme der jungen Newcomerin.
Kiyo präsentiert sich nachdenklich, bettet ihre klare Stimme auf atmosphärische elektronische Klänge. Tragendes Element auf dem Album ist dabei das Klavier, das Kiyo selbst spielt, dramatisch etwa im Song „Magnolia". Auch die Akustikgitarre, virtuos gespielt von Produzent Rolf Munkes tritt als wiederkehrender Gesprächspartner in den Vordergrund. Cello- und Streicherparts sowie tiefe, hallende Trommeln verleihen der Musik zuletzt ihren warmen, akustischen Klang.
Es sind auch die unzähligen Details, von denen das Album lebt: Das verspielte Lachen in „Confessions", ein letzter tiefer Atemzug und der Sprung in den Teich des Nachbarn. Die Glocken, die im titelgebenden Song „Parting Lights" verheißungsvoll den Aufbruch in stürmische Zeiten einläuten. Und der Regen, der in „Mary" ans Fenster prasselt, der so ungeduldig nach Sehnsucht und so versöhnlich nach Geborgenheit klingt.
Eine Coverversion findet sich auf dem Album – „Fool in Love" der Rockband "Empire". Alle anderen Stücke hat Kiyo selbst geschrieben. Im September 2016 ging sie mit Rolf Munkes in den Bensheimer Empire Studios in die Produktion. Gemeinsam arrangierten sie die zehn Stücke und experimentierten dabei viel mit Klängen. So entwickelte sich im Lauf von neun Monaten ein Sound, der irgendwo zwischen Akustik, Singer-Songwriter und Pop liegt. Wer oberflächliche Chart-Musik erwartet, der wird bei „Parting Lights" nicht fündig: Das Album ist vielschichtig, die Sängerin empathisch, die Stimmung eben noch tief melancholisch, und da schon wieder voller Hoffnung und Neugier.
In ihrer Musik verarbeitet Kiyo persönliche Erfahrungen der vergangenen Jahre. Wenn sie etwas erlebt, dann ist da oft schon dieser erste Funke. Mit ihm zündelt sie an der Gitarre, eine Melodie entsteht. Davon ausgehend schreibt Kiyo den Text meist parallel zur Musik – schreibt vom Suchen und Finden, vom Erwachsenwerden, von Liebe und Trennung. Doch das Album erzählt auch von den schönen kleinen Momenten, vom Spaziergang durch die Kälte, von Heidelbeeren um Mitternacht im Bett. Ist die Idee für ein Lied erst einmal geboren, gibt es für Kiyo oft kein Halten mehr, bis der ganze Song steht. So entstanden etwa „Confessions" und „Any Place".
Die 28-jährige Mannheimerin ist mit der Musik großgeworden: Eine klassische Klavierausbildung begann sie im Alter von fünf Jahren. Von klein auf sang sie in Chören und nahm an Musikwettbewerben wie „Jugend musiziert" teil. Gitarre brachte sie sich mit 14 selbst bei. Im selben Alter begann sie, in Bands zu spielen und selbst Lieder zu schreiben. Die Tochter vietnamesischer Einwanderer ist in Düsseldorf geboren. Inspiriert ist ihre Musik von Singer-Songwritern wie Nick Drake, Elliott Smith und Bon Iver, Einflüsse aus der Klassik wie Chopin und Debussy verleihen ihrem Klavierspiel zudem die klingende Brillanz.
An ihrer Seite hat sie mit Produzent Rolf Munkes einen echten Gitarrenvirtuosen der alten Schule. Gute Musik ist für ihn Handwerk, muss immer auch ehrlich und authentisch sein. Munkes spielt in verschiedenen Rockbands, aktuell etwa in „Crematory" und hat im Laufe seiner Musikerkarriere bereits mit international bekannten Größen wie dem ehemaligen "Whitesnake" Bassisten Neil Murray, dem ehemaligen Sänger von "Black Sabbath", Tony Martin, oder auch dem Mannheimer Comedian Bülent Ceylan zusammengearbeitet.

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