Bernd Roberts

BerndRoberts-003 Website beschnittenBernd Roberts (44) ist der Schlager-Rocker in Leder! Gerade als optische und stimmliche Re-Inkarnation des einzigartigen Roy Black, den er seit vielen Jahre als Doppelgänger mit seiner goldenen Stimme perfekt imitiert, ist ihm klargeworden, dass es im Leben nur einen künstlerischen Weg gibt - den eigenen! Roy Black hat das ja bekanntlich nicht so gut hingekriegt. Er wollte immer Rock’n’Roll-Sänger sein und wurde am Ende doch ein kultiger Schnulzen-Barde, der „Ganz in Weiß“ die Frauenherzen im Sekundentakt brach. Als begabter Musiker hat er seinen Weg, sein braves Image, gehasst und begann aus Frust zu Saufen. Keine gute Sache, die letztlich in einem Akt der zynischen Selbstzerstörung endete.

Bernd Roberts hat verstanden: Und so möchte er sein Publikum mit seiner eigenen Musik, seinen eigenen Songs begeistern, so richtig heiß machen. Dafür hat er seine fein polierte Harley vorgefahren und das dazu passende Leder-Outfit macht ihn optisch zum wahren Protagonisten ungezügelter Männlichkeit. Das steht ihm gut und ist ja auch irgendwie sein Ding, sein Charakter. Auch wenn man bei ihm nicht alles bierernst nehmen sollte, denn Selbstironie gehört zu ihm, wie der Schaum aufs Bier.

Der locker groovende Popsong „Freiheit“ ist die erste Single aus dem gleichnamigen Debüt-Album. Produziert wurde der Song, wie das ganze Album, vom Produzententeam um Star-Produzent Oliver Pinelli, der schon für Yvonne CatterfeldWolfsheimCassandra Steen, Ben Becker, Rosenstolz, Christina StürmerPaul van Dyk, Unheilig und Reamonn an den Reglern saß. Für seine Coproduktion mit Andreas Herbig an dem Album „Casting Shadows“ (Doppelplatin) wurde er 2003 für den Echo nominiert. Pinelli war aber nicht nur Produzent, sondern hat auch zusammen mit Bernd Roberts und dessen Powerfrau Christine Christel an seiner Seite die Songs komponiert und getextet.

 „Ohne Freiheit bleibt alles nur ein Traum“ singt Bernd Roberts und das mit echter Überzeugung. Dass das Album „Freiheit“ heißt ist also sicherlich kein Zufall, denn Roberts singt nicht nur über die Freiheit, er lebt sie auch in seinen Liedern. Mit einem Augenzwinkern, Power und jeder Menge Dudelsäcken besingt er in dem Song mit Lust, Leidenschaft und jede Menge Spaß seine bunte Idee der Freiheit und mit ihr, den Weg zum wahren Glück. Da lohnt es sich zuzuhören, in einer Welt, die vor lauter Cash- und Leistungsdenken kaum noch das richtige Leben und die Liebe zu erkennen vermag.

Bernd Roberts geht seinen eigenen Weg und das mit aller Konsequenz. Rock, Pop und anspruchsvoller Schlager mischen sich zu einer spannenden neuen Musikform, die es in sich hat. Es sind diese genial tiefsinnigen Songs wie das mit einer Big Band aufgemotzte „Wahrheit“, die den Sänger und Entertainer so einzigartig machen. „Wenn das die Wahrheit ist, dann ist die Wahrheit Mist“ dringt es ins Ohr und dann ins Hirn. Erst erzeugt das Lied ein nachdenkliches Achselzucken, doch dann kommt die Erkenntnis: Könnte sein, irgendwie ist da was dran… In diesen Zeiten von Steinzeitreligionen, Migrantenströmen und brutalem Hardcore-Kapitalismus möchte man allzu oft einfach im Bett liegen bleiben und auf die Wahrheit in der Welt verzichten. Doch kommen wir von den Albträumen zu den schönen Träumen. Mit dem Motorrad um die ganze Welt ist so etwas wie Roberts‘ Bestimmung. Die rockige Nummer „Einmal um die Welt“ erzählt davon, hat Power und erzählt von dieser, von vielen Bikern oft geteilten Träumerei. Am besten dann aber zu zweit – ist doch klar!

Sphärische Klänge bestimmen das tiefgründige und sehr persönliche Lied „Flucht nach vorn“. Alte Heimatgefühle der Jugend und Kindheit sowie die Erinnerung an die Enge des alten Lebens führen in dem Lied zu der Einsicht, dass im Leben oft nur die „Flucht nach vorn“ aus dieser Eintönigkeit hilft. Der Song ist sicher einer der spannendsten auf dem Album. Er geht in Richtung Singer-Songwriter mit einem gut gestrickten Soundgeflecht, das an Songs von U2 erinnert.

Folk-, Bluegrass- und Countryklänge bestimmen den trotzig vor sich hin shuffelnden Song „Nach mir die Sintflut“. Hier geht es um die Ups und Downs im Leben und die Erkenntnis gerade deshalb konsequent sein Ding durchzuziehen. Der Song passt nicht zuletzt deshalb perfekt zu Roberts‘ aktuellem Leben. Pop-rockig, ehrlich und mit Hintersinn lässt Bernd Roberts uns mit dem Song „Durch die Nacht“ an seinen Gefühlen teilhaben. Es geht um einen tragischen Abschied und den Wunsch, dass die große Liebe wieder zurückkehrt. Powergitarren, ein Rockschlagzeug sowie ein einfühlsam gesetzter Streichersatz, der am Ende des Songs die Emotionen so richtig streichelt, verleihen dem Song Kraft und Glanz. Man kann hier wirklich in jedem Ton hören, dass sein Produzent schon mit Bands wie Unheilig gearbeitet hat.

Geradeaus und ziemlich „verrockt“ ist auch der Song „Kopf durch die Wand“. Mitunter honorige Cowboymetaphorik und echt coole, dominante Männer-Sprüche prägen die Szene. Passt auch irgendwie zu Bernd Roberts. Er ist eindeutig Chef im Ring und das kann man hören!

Also weg mit dem Blumenstrauß und auf zu neuen Pfaden… Roy war gestern, jetzt kommt Bernd Roberts mit seinem spannenden Schlager-Rock Sound. Er bringt eine neue Farbe ins Spiel und wie wir alle wissen, nur wer im Leben etwas wagt, gehört am Ende zu den Gewinnern. Und klappt es nicht sofort, scheiß drauf, gut Ding will eben Weile haben.

Bernd Roberts: Discographie und Informationen

1996 Album „Meine erste große Liebe“ (Koch Records)

2000 Album „Können diese Augen lügen“ (Watts Records)

2001 Album „Alles was zählt“ Koch Records

2009 Album „Die Stimme deines Herzens“ (Tirol Records)

2001 bis 2009 diverse Singles wie z.B. „Sag nicht, dass alle Männer lügen“ oder „Wieder mal tanzen gehen“ (Wessely Records)

2009 Große Popularität erlangte er durch die Teilnahme am Grand Prix der Volksmusik

2011 erhielt er als einziger Künstler die Ehre für das Arnold Schwarzenegger Museum einen persönlichen Song über Arnold für das Museum, sein damaliges Elternhaus in dem Arnold aufwuchs, in Thal Steiermark zu produzieren (Goldene Schallplatte)