Lorem Ipsum

Lorem Ipsum 6000WEBZuhören, mitdenken, anschauen.

LoremIpsum stellt man sich am besten wie ein gemeinsames Konzert von den Toten Hosen, Rio Reiser, The Gaslight Anthem und Bruce Springsteen vor – nicht in vollen Konzerthallen, sondern in urigen Kneipen, auf Festivalbühnen und bei allen Aktionen, die in irgend einer Art gegen Dummheit, Intoleranz und sozialen Schieflagen stehen. Titel wie „Arschloch“, „Teil des Problems“ und „St. Pauli“ verwundern auf dem neuen Album „Paradisitis“ also genauso wenig wie das Künstler-Cover. Nicht selten verbinden Sänger Andy Schmitt und Keyboarder Bodo Nassal ihre Konzerte nämlich auch mal eben so mit einer Vernissage.

Man stelle sich einen singenden Redakteur und einen malenden Keyboarder vor – und schon hat man ein kleines bisschen Gefühl für das, was hinter der Band steckt. Ok, vielleicht wären da noch Andys Gitarre, die hintergründigen Texte und der Indirock-Stil zu nennen. Und eben die Werke von Bodo Nassal, welche die Musik nicht nur hörens- sondern vielerorts auch sehenswert machen: Die Werke des Keyboarders sind neben internationalen Vernissagen auch auf Konzerten der Band zu bewundern.

Schmitt und Nassal malen mit Liedern und singen in Farbe. Sie sind immer auf der Suche nach den Dingen, wie sie sind. Sie sind immer 100 Prozent, nichts zum nebenher hören, nichts zum Sehen im Vorbeigehen. Beim neuen Album „Paradisitis“ handelt es sich bei LoremIpsum um alles, nur nicht um Lückenfüller. Wenn die Songs der beiden Indie-Rocker nämlich für eine Sache nicht taugen, dann als unspektakuläre Hintergrundmusik beim Italiener um die Ecke.