Winterland sind angekommen

Winterland - Quer - Couch mit HG klein 72dpiAller reifen Dinge sind drei:  Mit „Angekommen“, gelang Winterland ein Meisterwerk des Deutschpop. "Fort", die erste Single, gibts bereits vorab.       

„Angekommen“ – Programmatischer könnte der Titel des kommenden neuen Winterland-Albums kaum sein. Zwei Dekaden nach der Bandgründung in der Barbarossastadt Kaiserslautern ist das Trio bestehend aus Gitarrist und Komponist Markus Pfeffer, Sänger Stephan Hugo und Schlagzeuger Thomas Rieder stilsicher jenseits ausgetretener Pfade unterwegs. Mit deutschen Texten voller Emotion, dabei mehr Rock als Pop, immer melodiebetont und dank Achtziger-Jahre-Wurzeln mitunter selbstbewusst nostalgisch, wagen Winterland den Brückenschlag zwischen kantig-neuzeitlichem Deutschrock und britisch-wavigen Akzenten der Eighties.

Die langjährige Musical-Erfahrung von Sänger Stephan Hugo am Pfalztheater wird vor allem im elegischen Titelsong offenkundig, während er die spartanisch instrumentierte Akustikballade und Single des Albums „Fort“ mit modern-verhaltener Stimme trägt. Der Multi-Instrumentalist, Komponist und Arrangeur Markus Pfeffer wagt eine stilistische Melange abseits kurzlebiger Trends. Er sorgt dabei mit kantigen Gitarren, unverkennbar britisch akzentuierten Vintage-Klängen und flirrenden Synthies für die charakteristischen Sounds der Band. „Duran Duran vs. Revolverheld mit ausschweifendem Retro-Gitarrensolo“ – so oder ähnlich könnte das selbstbewusst überlange „Aus den Augen, aus dem Sinn“ umschrieben werden, während die Shout-Hookline des Eröffnungstitels „Moment“ die Gehörgänge zahlreichen Testhörern zufolge nie mehr freiwillig verlässt. Die Texte aus der Feder von Stephan Hugo befassen sich zumeist mit sehr alltäglichen und doch nie profanen Themen, während „Mehr Schein als Sein“ und „Superstar“ ihren leicht zynischen Texten gar  polarisieren könnten. Schlagzeuger und Percussionist Thomas Rieder wiederum veredelt die Kompositionen der Band mit zahlreichen Soundelementen und verwendet dabei mitunter auch ausgefallenes und seltenes Schlagwerk, darunter Udu, Caxixi, Wind-Chimes und Vibra-Slap,

Die 1996 in Kaiserslautern von Gitarrist und Komponist Markus Pfeffer ins Leben gerufene Deutschrockformation galt viele Jahre lang als Geheimtipp, bis sie von Hans Derer für 7us entdeckt wurde. Das im Mai 2010 bei 7us erschienene Album „Alles geht“ sorgte für Furore durch den Spitzenplatz der Single „Den Sternen so nah“ in den deutschen  Amazon-Downloadcharts, diverse TV-Beiträge (u.a. „Brisant“/ARD), lobende Reviews in der Fachpresse, zahlreiche Radio-Features und mehrere Hunderttausend Video-Views auf YouTube. Es folgte 2014 das Album „Ein Leben Lang“, an dem viele regionale wie musikalische Weggefährten der Band als Gäste beteiligt waren: Günter Werno (Vanden Plas) steuerte für die Ballade „! (Ausrufezeichen)“ ein Klavier- und Streicherarrangement bei, Jürgen Walzer (Superior) war an mehreren Kompositionen beteiligt und hat so wie Karma-Frontmann Wolfgang Sing und diverse Mitglieder des Pfalztheater-Extrachors sangen auch zahlreiche Chorstimmen ein.