Staufermedaille für Erich Schmeckenbecher
Stuttgart/Lorch/Winnenden. Liedermacher, Komponist und Arrangeur Erich Schmeckenbecher, der zusammen mit Thomas Friz im Duo Zupfgeigenhansel“ große Erfolge gefeiert hat, wurde mit der Staufermedaille des Landes Baden – Württemberg geehrt. Kultur-Staatssekretär Arne Braun überreichte Erich Schmeckenbecher im Namen des Ministerpräsidenten diese Auszeichnung für sein Lebenswerk in feierlichem Rahmen des Runden Saales der Villa Reitzenstein in Stuttgart. Familienangehörige, Freunde und Weggefährten Schmeckenbechers wohnten der Verleihung bei und lauschten ergriffen der Festrede des Staatssekretärs Arne Braun. Dieser erinnerte an den Lebensweg Erich Schmeckenbechers von den Anfängen als Straßenmusiker in den frühen 70er-Jahren in Stuttgart, bis zum großen Hallen füllenden Duo „Zupfgeigenhansel“. Duo – Partner Thomas Friz (2024 verstorben) war Frontmann und Sänger, Erich Schmeckenbecher galt als der kreative Kopf, genialer Musiker auf vielen Instrumenten, Arrangeur und Komponist, die meisten Lieder stammten aus seiner Feder. Gemeinsam entstaubten sie deutsche Volkslieder von rechtem Missbrauch und gaben ihnen ihre Identität wieder. Sie vertonten Texte namhafter Autoren, machten das jiddische Liedgut bekannt und ließen die fast vergessene Klezmermusik wieder aufblühen. Ihre Liederbücher und Schallplatten erreichten Millionen Auflagen. Schmeckenbechers gesellschaftliches Engagement im Bereich der Förderung junger Musiker, Benefizkonzerte und Gesprächsgruppen zur Förderung der Menschlichkeit und die Vermittlung der Ideale der Romantik zeigten sein Anliegen Werte zu vermitteln.
2022 sorgte eine von ihm federführend zusammengestellte und vielfach ausgezeichnete Werkschau, „Miteinander – 50 Jahre 70 Lieder“, für viel Aufsehen. Und eine „Tribute“-CD, bei dem 20 junge Bands und Künstler*innen aus allen Genres – von Rock, Punk bis hin zu Metal und Pop – Zupfgeigenhansel-Songs interpretierten, zeugen von seiner Bedeutung in der aktuellen Musikwelt.
Wie zeitlos seine Lieder sind, beweist das ungebrochen große internationale Interesse an einer Aufnahme von 1976: Das Antikriegslied „Ich bin Soldat doch bin ich es nicht gerne“, 2020 neuveröffentlicht, wurde 2024 Winnender Musikvermarkter 7us für mehr als 10 Millionen Digital-Verkäufe mit einem IMPALA-Award in Silber ausgezeichnet.
Der geehrte Liedermacher dankte für die Auszeichnung und die passenden Worte auch im Namen seines verstorbenen Duo – Partners Thomas Friz, der diese Auszeichnung mit verdient hätte.

Die offizielle Pressemitteilung des Landes Baden-Württembergs hier:
